Radikale Entscheidung von Facebook/WhatsApp: in Kürze nur noch 1:1 Konversationen

Viel Aufsehen erregt die aktuelle Entscheidung von WhatsApp! Brands dürfen keinen massenhaften Versand (1 to many) von Nachrichten mehr in dem Messenger vornehmen.

WhatsApp – für viele ein starker Newsletter Kanal.

Mittlerweile sehr erfolgreicher News-Kanal

Das wird viele Marken ärgern: Anders als per Mailing Newsletter werden per WhatsApp zigfach höhere Öffnungsraten und Call-To-Actions erreicht (durchschn. Klickrate laut MessengerPeople von 32%).

WhatsApp verweist seit kurzem in seinen FAQs auf die neue Vorgabe. Der Messenger Anbieter will sich mit diesem massiven Vorgehen gegen die Zunahme von Spam-Nachrichten und der massenweisen Verbreitung von Fake News rüsten. Ein Fall, der durch die Presse ging, war der Wahlkampf in Brasilien: dort schickte der Präsidentschaftskandidat Jair Bolsonaro ungefragt Massennachrichten an potentielle Wähler. Diese wollte er mit ausgewählten Informationen auf seine Seite lenken. Es ist umstritten, ob WhatsApp so Einfluss auf den Wahlausgang hatte. Jair Bolsonaro wurde der jetzige Präsident.

Für reichweitenstarke Brands wie mydeals, Ab-in-den-urlaub oder urlaubsguru ist diese Meldung besonders kritisch.

Was bedeutet diese Änderung für den Conversational Commerce in Deutschland?

Auf der einen Seite können wir das Vorgehen von WhatsApp gut nachvollziehen: Massennachrichten sind nur noch begrenzt zeitgemäß. Die Gefahren durch Fake News und Spam Nachrichten sind zu hoch. Wenn sich hier weitere Negativ-Meldungen wie aus Brasilien zeigen würden, leidet der Messenger Dienst darunter und setzt seinen Ruf aufs Spiel. Es gibt viele vergleichbare Messenger, auf die die User wechseln können.

Chance: 1:1 Konversation per Chat/Messenger

Auf der anderen Seite ist die Veränderung ein riesige Chance, noch stärker auf die 1:1 Konversation via Messenger zu setzen. Hier ist der Kontext viel besser und eine Unterhaltung persönlich und individuell. Das ist die enorme Chance von Conversational Commerce: der individuelle und nutzerausgerichtet Dialog! Hier empfiehlt es sich, neue Technologien und Konzepte zu testen und für sich zu optimieren.

Ein Nebeneffekt ist auch, dass dem klassischen E-Mail kurzfristig nochmal mehr Bedeutung zukommt, da es hier keine Einschränkungen gibt. Es ist allerdings nur noch für wenige Menschen in Deutschland der präferierte Kommunikationskanal. Messenger und Chat haben einfach große Vorteile, es ist einfacher und schneller!

Hast Du selber bisher News per WhatsApp abonniert? Wie bewertest Du die strikte Entscheidung von WhatsApp bzw. Facebook?


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[…] ist die aktuelle Abkehr von WhatsApp, weg vom Newsletter Versand, vorgeschrieben ab Dezember 2019 (Link zum Beitrag). So gilt es für 2020, dass Unternehmen in WhatsApp den vollen Fokus auf den 1:1 Dialog legen […]

[…] wenigen Monaten haben wir über die neue Ausrichtung von WhatsApp berichtet (Link: “Kein Massenversand mehr erlaubt”) , so dass ab dem 07. Dezember 2019 kein Newsletter-Einsatz mehr erlaubt sein wird. Diese Änderung […]

[…] Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist der Datenschutz. In seinem Post sagt Zuckerberg, er glaube, dass „eine datenschutzorientierte Kommunikationsplattform in Zukunft noch wichtiger wird als die heutigen offenen Plattformen.” Das spiegelt sich in der gerade veröffentlichten Bekanntgabe von WhatsApp wieder, dass in Zukunft kein Massenversand bzw. Newsletter über WhatsApp erlaubt werden (Link zu unserem Beitrag). […]

Christian

Extremer Schritt, aber nachvollziehbar. Der Konzern Facebook muss viel Vertrauen zurückgewinnen: Datensicherheit u Regulation von Fake News sind extrem wichtig!